Lingualbehandlung

Die kieferorthopädische Behandlung mit von lingual angebrachten Brackets ist eine von außen nicht sichtbare, ästhetische kieferorthopädische Zahnkorrektur.

Auf den Innenseiten der Zähne (lingual) werden mit einer Klebetechnik spezielle Brackets angebracht, die mit individuell angefertigten Bögen miteinander verbunden werden. Gummis und Drahtligaturen halten die Bögen auf den Brackets an ihrem Platz. Weil die Innenseite der Zähne anders als die Außenseite nur schwer erreichbar und das Arbeiten im engen Mundinnenraum schwierig ist, ist hier mit einem erhöhten Aufwand im Vergleich zur konventionellen Methode von außen zu rechnen. Das erstmalige Anbringen der Brackets, aber auch jeder regelmäßige Wechsel der Bögen ist daher schwieriger zu handhaben.

Da der Zungenraum durch die Brackets und Bögen eingeengt wird, ist mit anfänglichen Sprachschwierigkeiten der S-Laute zu rechnen.


INCOGNITO-Bracketsystem
Das neue INCOGNITO-Bracketsystem unterscheidet sich von existieren Apparaturen zur Lingualtechnik hinsichtlich seines Designs als auch des damit einhergehenden Herstellungsprozesses. Unter Verwendung modernster Technologie ist es möglich, die Forderung nach maximaler Individuierung der Apparatur und gleichzeitiger Minimierung des Platzbedarf zu erfüllen. Das INCOGNITO-Bracketsystem beruht auf einem digitalen 3D-Scan des Ausgangsbefundes. Die Brackets werden anschließend am Computer individuell designed und optimal positioniert.

Das System ist speziell entworfen, um hinsichtlich der drei Hauptprobleme der Lingualtechnik Abhilfe zu schaffen:
Anpassungsprobleme in der Adaptionsphase
Ungenauigkeiten beim indirekten Nachkleben im Falle von Bracketverlusten
Schwierigkeiten beim Finishing

Die Dicke der Apparatur ist offensichtlich einer der zentralen Faktoren für den Patientenkomfort, denkt man nur an Sprachstörungen und Zungenirritationen. Die neue Apparatur ist so flach wie möglich gestaltet, nicht viel höher als ein geklebter Retainer, besonders im bukkalen Bereich. Aus dieser Entwicklung resultiert der verbesserte Tragekomfort und die Gewöhnungsphase ist für den betreffenden Kiefer kürzer. Behandlerseitig ist darüber hinaus die reduzierte Bracketverlustrate zu erwähnen, die aus dem niedrigen Querschnitt und den damit einhergehenden geringeren Hebelkräften im Falle von Kaukontakten resultiert. Die hochgoldhaltige Legierung, aus der die neuen Brackets bestehen, stellen eine sinnvolle Alternative insbesondere für Patienten mit einer Nickelallergie dar.

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